Sicherheitshinweise

Maße des Fallraums und der Aufprallfläche

Grundsätzlich ist um jedes erhöhte Geräteteil ein Fallraum/Aufprallfläche (der Fallraum muss frei von Hindernissen sein) von mindestens
1,50 m vorzusehen. Ab einer Fallhöhe von mehr als 1,50 m ist die Aufprallfläche mit nachfolgender Formel zu berechnen.

X = 2/3 y + 0,5 m
X = Mindestmaß der Aufprallfläche
Y = freie Fallhöhe

 

Mindestlänge der Aufprallfläche in Abhängigkeit von der freien Fallhöhe:

 

 

Freie Fallhöhe

Mindestlänge der Aufprallfläche

≤ 1,50

1,50

1,80

1,70

2,10

1,90

2,40

2,10

2,70

2,30

3,00

2,50

Alle Maße in Meter

Hinweis: Bei Geräten mit dynamischen Aktivitäten (Karussells, Schaukeln, Seilbahnen) dürfen am Ende der jeweiligen Aufprallfläche keine Hindernisse (z. B. scharfkantige oder harte Teile) vorhanden sein.


Hinweis: In den meisten Fällen dürfen sich Fallräume und Aufprallflächen überschneiden. Bei Geräten mit dynamischen Aktivitäten (Schaukeln, Rutschen, Seilbahnen, Karussells, Wippgeräte usw.) dürfen sich Fallräume und Aufprallflächen nicht überschneiden.

Zusätzlicher Hinweis bei Schaukeln:
Bei den Schaukeln haben wir die Aufprallfläche in zwei Längen dargestellt:
Länge X gilt bei Einsatz von synthetischem Fallbelag.
Länge Y gilt bei Einsatz von natürlichem Fallschutz (in der Regel loses Schüttmaterial).
Es ist jedoch zu beachten, dass bei synthetischen Belägen eine zusätzliche hindernisfreie Strecke in Schaukelrichtung von 0,5 m Länge vorhanden sein muss. Umgebende Flächen des synthetischen Fallbelages müssen bündig abschließen!

Bodenarten in Abhängigkeit von den zulässigen freien Fallhöhen:

Nur für Deutschland

Lfd.
Nr.

Bodenmaterial *1

Beschreibung

Mindestschichtdicke *2
mm

Max. Fallhöhe
mm

01

Beton / Stein

 

 

600

02

Bitumengebundene Böden

 

 

600

03

Oberboden

 

 

1000

04

Rasen

 

 

1500 *4

 

Rindenmulch

Zerkleinerte Rinde von Nadelhölzern, Korngröße 20 bis 80 mm

200

2000

 

300

3000

 

Holzschnitzel

Mechanisch zerkleinertes Holz (keine Holzwerkstoffe), ohne Rinde und Laubanteile, Korngröße 5 bis 30 mm

200

2000

 

300

3000

 

Sand *3

Korngröße 0,2 bis 2 mm

200

2000

 

300

3000

 

Kies *3

Korngröße 2 bis 8 mm

200

2000

 

300

3000

 

Andere Materialien oder andere Dicken

Endsprechend HIC-Prüfung (siehe EN 1177)

Kritische Fallhöhe wie geprüft

*1

Bodenmaterial für den Gebrauch auf Kinderspielplätzen geeignet vorbereitet.

*2

Bei losem Schüttmaterial sind 100 mm zur Mindestschichtdicke hinzuzufügen, um den Wegspieleffekt zu kompensieren (siehe 4.2.8.5.1 in EN 1176-1:2008 (D))

*3

Ohne schluffige oder tonige Anteile, Korngröße kann durch einen Siebtest ermittelt werden, wie in

EN 933-1.

*4

Siehe 4.2.8.5.2, Anmerkung 1 in EN 1176-1:2008 (D)

 

 

Nur für Europa

Lfd.
Nr.

Bodenmaterial *1

Beschreibung

Mindestschichtdicke *2
mm

Kritische Fallhöhe
mm

 

Rasen/Oberboden

 

 

1000 *4

 

Rindenmulch

Korngröße 20 bis 80 mm

200

2000

 

300

3000

 

Holzschnitzel

Korngröße 5 bis 30 mm

200

2000

 

300

3000

 

Sand *3

Korngröße 0,2 bis 2 mm

200

2000

 

300

3000

 

Kies *3

Korngröße 2 bis 8 mm

200

2000

 

300

3000

 

Andere Materialien oder andere Dicken

Endsprechend HIC-Prüfung (siehe EN 1177)

Kritische Fallhöhe wie geprüft

*1

Bodenmaterial für den Gebrauch auf Kinderspielplätzen geeignet vorbereitet.

*2

Bei losem Schüttmaterial sind 100 mm zur Mindestschichtdicke hinzuzufügen, um den Wegspieleffekt zu kompensieren (siehe 4.2.8.5.1 in EN 1176-1:2008 (D))

*3

Ohne schluffige oder tonige Anteile, Korngröße kann durch einen Siebtest ermittelt werden, wie in

EN 933-1.

*4

Siehe 4.2.8.5.2, Anmerkung 1 in EN 1176-1:2008 (D)

 

Beschaffenheit der Aufprallfläche bei Geräten mit erzwungener Bewegung:
Bei allen Geräten, die eine erzwungene Bewegung des Benutzers verursachen (z. B. Schaukeln, Rutschen, Wippgeräte, Seilbahnen, Karussells u.s.w.), müssen stoßdämpfende Böden über den gesamten Aufprallbereich vorgesehen werden. So haben wir trotz der vermeintlich niedrigeren Fallhöhe die nächst höhere kritische Fallhöhe angegeben! Beispiel: Standflächenhöhe eines Karussells = 0,20 m Fallhöhe in diesem Fall = 1,00 m und nicht 0,60 m!

Bodenmaterial Rasen:
Bei der Bodenart Rasen ist zu beachten, dass bei einer starken Nutzung sich der Rasen zu Oberboden entwickelt und dessen Werte der zulässigen freien Fallhöhe zu beachten sind.
Dies gilt in besonderem Maße unterhalb von Schaukeln.
Bei Hangsituationen (wie z. B. neben Hangrutschen) sollten aus gleichem Grund die Werte der zulässigen freien Fallhöhe für Oberboden beachtet werden, da Rasen in Hangsituationen bei Nutzung nicht zu erhalten ist.

Fallhöhe bei Hangrutschen:
Bei Hangrutschen ist der Geländeverlauf grundsätzlich zu beachten. Die freie Fallhöhe bei Hangrutschen wird aus dem lotrechten Abstand von Unterkante Rutschwanne bis Oberkante Gelände ermittelt.

Weitere Normen sowie besondere Auflagen für Schulen und Kindergärten:
- DIN EN 1177 Spielplatzböden
- DIN 18034 Spielplätze für Wohnanlagen
- GUV SR 2002 (bisher GUV 16.4) Richtlinien für Kindergärten – Bau und Ausrüstung
- GUV-SI 8017 (bisher GUV 26.14) Außenspielflächen und Spielplatzgeräte
- GUV-SI 8013 (bisher GUV 20.54) Sicher nach oben ...Klettern in der Schule
- GUV-SI 8014 (bisher GUV 20.57) Naturnahe Spielräume
- rechtlichen Grundlagen für die Wasserqualität auf Wasserspielplätzen, GALK Arbeitskreis „Spielen in der Stadt“

Wartung und Instandhaltung

Spielplatzgeräte von FHS Holztechnik GmbH sind Qualitätserzeugnisse und genügen höchsten Ansprüchen der Belastbarkeit und Spielkultur. Unsere Erzeugnisse stellen den menschenfreundlichen Werkstoff Holz mit hoher Qualität in Form von Spielgeräten kombiniert mit anderen modernen Materialien in den Mittelpunkt unserer umfangreichen Produktpalette.

Durch eine regelmäßige Wartung kann die Lebensdauer der erworbenen Spielgeräte im Interesse der Kinder erhöht werden.

Hinweise:
Der Wartungsumfang und die Zeitintervalle der Inspektionen, Wartungen und Instandhaltungen richten sich auch nach der Belastung (Spielbetrieb und fremdartige Benutzung) der einzelnen Spielplatzgeräte an ihrem konkreten Standort.

Nach der Montage:
Im Zeitraum bis sechs Wochen nach der Montage der Spielgeräte sind sämtliche lösbaren Verbindungselemente auf festen Sitz zu prüfen und im Bedarfsfall nachzuziehen.

Regelmäßige Inspektion und Wartung:
Die Inspektion und Wartung der Geräte und Geräteteile sollte wie nachfolgend geschildert durchgeführt werden:

Visuelle Routineinspektion (1 x wöchentlich):
Diese dient der Erkennung offensichtlicher Gefahrenquellen, die sich als Folge von Vandalismus, Benutzung oder Witterungseinflüssen ergeben können, z. B. können diese in Form von zerbrochenen Teilen, zerbrochenen Flaschen etc. in Erscheinung treten.

Für stark beanspruchte bzw. durch Vandalismus gefährdete Spielplätze kann sich eine tägliche Inspektion dieser Art erforderlich machen. (Zwischenräume zwischen Geräten und Boden, Beschaffenheit der Bodenoberfläche, freiliegende Fundamente, scharfe Kanten, fehlende Teile, übermäßiger Verschleiß und bauliche Festigkeit).

Operative Inspektion:
Die FHS-Spielgeräte sollen im Abstand von drei Monaten einer nach DIN EN 1176-7 empfohlenen operativen Inspektion durch Sachkundige unterzogen werden. Im Mittelpunkt stehen dabei alle Verbindungselemente und beweglichen (und somit dem Verschleiß unterliegenden) Teile.
Schwerpunkte:
• Alle Geräteteile auf festen Sitz und ihren Verschleiß prüfen und Beanstandungen korrigieren.
• Alle Holzteile auf Schäden aller Art prüfen.
• Ketten an ihren Aufnahmepunkten auf Verschleiß überprüfen.
• Bewegliche Teile auf Leichtgängigkeit und Verschleiß prüfen.
• Gummiteile, Seile, Seilnetze auf Spannung und Verschleiß prüfen
Regelmäßige Säuberung der Podestflächen. Um ein dauerfeuchtes Milieu, wie man es sonst nur im Erd-Luftbereich vorfindet, unbedingt zu vermeiden, sollten Sand- Dreck- und Laubansammlungen regelmäßig beseitigt werden. Können Holzbauteile nicht abtrocknen, so kann sich schnell Fäulnis bilden.


Bodenkontakt von auf Stahlfüßen aufgeständerten Holzpfosten muss immer kurzfristig beseitigt werden.

Jährliche Hauptinspektion:
Innerhalb von regelmäßigen Zeiträumen, von nicht mehr als einem Jahr, sind umfangreiche Hauptinspektionen durch Sachverständige (Hersteller) zum allgemeinen betriebssicheren Zustand der Anlagen, Fundamente und Oberflächen, auch der
Zustand aller Holzteile insbesondere im Übergangsbereich Luft-Untergrund durch Freilegen der Standpfosten sowie jeglicher Veränderungen der Anlagen-Sicherheit durchzuführen.
Besonderes Augenmerk gilt allen einbeinigen Spielgeräten (Geräte mit einem Pfosten deren Standpfosten von einem einzigen Querschnitt bestimmt ist und Spielgeräte mit mehreren Pfosten die in einer einzigen Linie stehen und zusammen die einzige Stütze sind!).

 

Verschlissene oder schadhafte Teile sind auszuwechseln!

Inspektionen, Wartungen und Instandsetzungen sind im Interesse der Sicherheit der Kinder durch sachkundige Personen durchzuführen und zu dokumentieren.

Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Gerätelieferung und Montage

Gerätelieferung:
Sämtliche von uns gelieferten Spielgeräte werden in der Fertigung komplett zusammengebaut. Die Spielgeräte werden entweder komplett vormontiert geliefert oder in möglichst großen Einzelteilen versandt, die vor dem Zerlegen entsprechend ihrer Zugehörigkeit nummeriert werden. Bei der Montage brauchen nur die Einzelteile mit gleicher Nummerierung zusammengefügt werden.
Ein kompletter Zusammenbau im Werk bietet Ihnen zwei entscheidende Vorteile:
1. Sie haben bei der Montage keine Schwierigkeiten durch fehlende oder ungenaue Bohrungen oder Sonstiges. Ungenauigkeiten, die beim Naturprodukt Holz nicht immer zu vermeiden sind, werden so bereits im Werk korrigiert.
2. Sie können die vormontierten und durchnummerierten Geräteteile in kürzester Zeit montieren.

Montage:
Der Einbau der Geräte kann auf Anfrage durch unser Unternehmen vorgenommen werden.
Wir bieten Ihnen hierfür zwei Möglichkeiten an:
1. Der Einbau der Geräte wird durch unser Fachpersonal komplett vorgenommen.
2. Montageanleitung (Leitmontage) durch eine qualifizierte Fachkraft unseres Unternehmens. Bauseits müssen geeignete Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt werden. Die Fundamente werden von Ihnen vorab nach unseren Fundamentplänen ausgehoben. Der Beton wird von Ihnen bereitgestellt.

Montageanleitung:
Zu jedem von uns gelieferten Spielgerät bekommen Sie eine Montageanleitung, die Fundamentpläne, Platzbedarf, Wartungshinweise und Sicherheitsfragen beinhaltet. Auch können Sie sich einen Überblick über den Montageaufwand an Hand der Geräteabbildungen im Katalog verschaffen.
Die Montage sollte durch eine Fachkraft mit der Qualifikation eines Schreiners, Zimmermanns oder eines Bauhandwerkers geleitet werden.

Ablauf einer Montage:
1. Fundamentplan einmessen, Sicherheitsabstände beachten.
2. Fundamentaushub: Nivellieren der Fundamentsohle in Abh. von Spieloberfläche und Fundamentoberkante (Pfosten sind mit Banderolen mit den Aufschriften: 1. Oberkante Beton und 2. Oberkante Spielfläche oder Oberkante Rasen-/Pflasterfläche gekennzeichnet).
3. Gerät in Fundamentlöcher aufstellen und komplett montieren.
4. Ausrichten und Prüfen
5. Betonieren / Baustelle sichern
(Punkt 3 und 4 ergeben die im Katalog angegebenen Montagezeiten)

Geräte für Parkdeck bzw. Tiefgaragen:
Falls Betonfundamente für den Einbau von Geräten nicht möglich sind, so können wir einen Großteil der Geräte aussteifen. Eventuelle Mehrkosten nennen wir Ihnen auf Anfrage.
Die Art der Aufstellung der Pfosten auf abgedichtete Betondecken richtet sich nach der geplanten späteren Höhe der Überdeckung. Möglichkeiten sind Montage auf:
1. Halfenschienen
2. Metallplatten mit Stahlfüßen
3. Fertigfundamente
4. Aussteifung durch Holz- oder Metallkonstruktionen im Untergrund

TÜV Prüfung:
Die von uns gefertigten Geräte entsprechen der DIN-EN 1176. Eine Fremdüberwachung erfolgt durch den TÜV Product Service. Die Spielgeräte sind abgenommen und besitzen hierfür das Sicherheitszeichen. Die größtmögliche Sicherheit hängt nicht nur von einem Prüfungszeugnis ab, sondern auch von hochwertigen Konstruktions- und Fertigungsqualitäten, die wir Ihnen immer zusichern können.

Technische Änderungen Gewährleistung:
Wir arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Geräte. Deshalb behalten wir uns technische und konstruktive Änderungen vor.
Auf Material- und Verarbeitungsmängel gewähren wir eine Garantie von 2 Jahren,
(gem. Punkt 6 unserer Allgemeinen Geschäfts- und Lieferbedingungen).

Holz

Holz

ist ein Werkstoff, der von Natur aus kinderfreundlich ist. Holzspielgeräte sehen gut aus, lassen sich für die unterschiedlichsten Spielfunktionen gestalten und sind für Kinder im direkten Kontakt warm und hautsympathisch. Eine solide Zimmermannskonstruktion in unserer bewährten handwerklichen Qualitätsverarbeitung und die Kesseldruckimprägnierung bzw. Verwendung von unbehandelten, resistenten Holzarten sorgen dafür, dass Kinder und Erwachsene viele Jahre an den Holzspielgeräten Freude haben.

Natürlich sind auch seine naturgegebenen Eigenschaften, Abweichungen und Merkmale stets zu beachten.

Insbesondere hat der Käufer die biologischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften des Holzes beim Kauf und der Verwendung zu berücksichtigen.
Holz im Außenbereich arbeitet auf Grund der wechselnden Klimaregime im Laufe eines Jahres ganz besonders.
Daher sind leichte Risse und geringer Verzug, raue Stellen, Harzgallen bzw. Harzaustritt oder Wuchsunregelmäßigkeiten natürliche Gegebenheiten, die den Charakter eines massiven Holzes ausmachen.
Diese holztypischen Merkmale beeinträchtigen die Gebrauchsfähigkeit des Produktes in keiner Weise. Sie sind mit den vielen Vorteilen des Naturmaterials Holz zwingend verbunden.
Farbveränderungen, Vergrauungen, Rissbildungen oder ähnliche Veränderungen (z. B. starker Harzaustritt in den warmen Sommermonaten, gerade in den ersten 1 - 3 Jahren), die bei Hölzern im Freien normal sind, können nicht reklamiert werden.

Auch der Normenausschuss für Sport- und Freizeitgeräte (NASport) im DIN (Deutsches Institut für Normung e. V.) nimmt im Beiblatt 1 (Spielplatzgeräte – Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren) zur DIN EN 1176 zur Problematik „Witterungsbedingte Trockenrisse in Holzbauteilen“ eindeutig Stellung.

Abschnitt 4.2.7.6: Fangstellen für Finger
Zitat: „Witterungsbedingte Trockenrisse in Holzbauteilen (z. B. Palisaden mit Kern) sind keine gefährlichen Öffnungen im Sinne der Norm, da das Hängenbleiben von Fingern durch die Form des Risses (sich nach innen verjüngend) nahezu ausgeschlossen ist. Es kann festgestellt werden, dass von Trockenrissen in verbauten Holzbauteilen, bei geschälten und gefrästen Rundhölzern, keine Fingerfangstellen im Sinne der Norm entstehen.

Holzarten / alternativ (Lärche / Douglasie / Robinie / Eiche):

Alternativ zu der bewährten Kesseldruckimprägnierung von Fichten- und Kiefernhölzern bieten wir Ihnen die Möglichkeit, ganz auf den Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln zu verzichten (spätere Entsorgungsproblematik kesseldruckimprägnierter Hölzer und den damit verbundenen hohen Kosten; bessere Umweltverträglichkeit nicht imprägnierter Holzbauteile). Eine Vielzahl von Geräten können wir in unimprägnierter Robinie, Eiche, Lärche und Douglasie anbieten. Das Holz der Robinie (falsche Akazie) zeichnet sich durch eine ungewöhnlich hohe natürliche Dauerhaftigkeit aus, die deutlich über der des Eichenholzes liegt (Pilz- und Insektenfest nach DIN EN 350-2, das einzige europäische Holz der Resistenzklasse 1; chemischer Holzschutz nicht notwendig). Aufgrund dieser hohen Dauerhaftigkeit lässt sich das Holz für starke Beanspruchung im Erd- und Wasserbau wie z. B. Palisaden, Schwellen, Wassermühlen und Spielplatzgeräte verwenden. So werden Standzeiten unimprägnierter Robinienhölzer im Erdverbau von mind. 20 Jahren erzielt. Es zählt zu den schwersten europäischen Nutzhölzern (Rohdichte 0,75 g/ccm bei einer Holzfeuchte von 12 - 15 %). Das Holz ist entsprechend sehr hart, zugleich von sehr großer Zähigkeit und hoher Elastizität.
Gepaart sind diese Eigenschaften mit ausgezeichneten Festigkeitswerten bei mittleren Bruchfestigkeiten, die deutlich über denen des Eichenholzes liegen. Unimprägniertes Eichenkernholz (Resistenzklasse 2 nach DIN EN 350-2) erreicht lediglich Standzeiten im Erdverbau von 7 - 12 Jahren.
Lärche und Douglasie dürfen aufgrund ihrer Zuordnung zur Resistenzklasse 3 nach DIN EN 350-2 nicht im direkten Erdverbau verwendet werden (dies gilt auch für Gebirgslärche, die ebenfalls nur die Resistenzklasse 3 besitzt). Unimprägnierte Lärche und Douglasie erzielen nur Standzeiten im Erdverbau von 5 - 8 Jahren, daher werden nach den Prinzipien des konstruktiven Holzschutzes Spielgeräte und Holzbauten aus Lärche und Douglasie ohne Kesseldruckimprägnierung grundsätzlich auf stabilen, feuerverzinkten Stahlfüßen aufgeständert, um direkten Erdkontakt gänzlich zu vermeiden.
Nach DIN 68800 Teil 1 bis 3 müssten auch die tragenden Teile von Spielgeräten und Holzbauten aus Lärche und Douglasie bei freier Bewitterung (Holzteile die keinen direkten Erdkontakt haben) ebenfalls eine chemische Kesseldruckimprägnierung erfahren.
Die DIN 68800 Teil 1 bis Teil 3 ist jedoch vorrangig für den Holzeinsatz im Hochbau (Holzhäuser, Brücken, Palisaden etc.) erarbeitet worden. Es werden Standsicherheiten je nach Bauwerksart von 30 bis 100 Jahren gefordert. Auf Holzspielgeräte wird diese Norm trotzdem angewendet, obwohl nach unseren Erfahrungen Spielgeräte nach 10 bis 15 Jahren (eine Kindergeneration) verspielt und auch funktionell und “moralisch” verschlissen sind.
Nach unserer Meinung ist der Einsatz von unimprägniertem Lärchen- und Douglasienholz für Spielgeräte unter Berücksichtigung der geforderten Lebensdauer (10-15 Jahre) jedoch vertretbar.
Durch die in der DIN EN 1176 für Kinderspielplatzgeräte geforderten Wartungs- und Inspektionsintervalle zum allgemeinen betriebssicheren Zustand der Anlagen findet somit grundsätzlich eine Überprüfung zum Zustand aller Holzteile regelmäßig statt, so dass sich abzeichnende und auftretende Holzschäden frühzeitig erkannt werden.
Wir empfehlen daher, alle nicht imprägnierten Bauteile regelmäßig mit einer pigmentierten Holzschutzlasur mit vorbeugendem Bläue-, Insekten- und Pilzschutz (alle 2 - 3 Jahre) zu streichen. Durch die Pigmentierung wird das Holz vor Vergrauung durch Einwirkung von UV-Strahlen der Sonne geschützt. Ebenfalls wird eine wasserabweisende Wirkung durch einen zweimaligen Auftrag erzielt.
Lärchenholz hat jedoch einige Nachteile, die wir nicht verschweigen wollen: Vor allem im Sommer tritt sehr häufig Harz aus, das Kleidungsstücke verschmutzen kann. Lärchenholz splittert leichter als Fichte oder Kiefer, daher müssen die Geräte nach einiger Zeit nachgearbeitet werden. Außerdem vergraut Lärchenholz sehr schnell. Spielgeräte aus unbehandeltem Lärchenholz werden grundsätzlich mit Stahlfüßen aufgeständert geliefert. Durch Vermeidung des Erdkontaktes wird eine längere Lebensdauer der Geräte erreicht.

Robinie

Die gute Alternative - Robinienholz auf dem Vormarsch
Mehrere Gründe machen Robinienholz zum Holz erster Wahl. Zum einen liefert der Baum, dessen Holz eines der hochwertigsten in Europa ist, bestes Nutzholz. Trotz seines schnellen Wachstums ist Robinienholz sehr hart und belastbar.
Eigenschaften, die dazu beitragen, dass es äußerst vielseitig sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden kann.

Zum anderen stellt der Baum dabei nur geringe Ansprüche an die Bodenverhältnisse. Das Holz hält aufgrund seiner sehr hohen Widerstandsfähigkeit (nach DIN EN 350-2 ist Robinienholz das einzige europäische Holz in der Resistenzklasse 1) selbst extremer Witterung, aber auch dem Angriff unterschiedlichster Schädlinge, stand.

Heute wird das Holz der Robinie vor allem wegen seiner hohen, natürlichen Dauerhaftigkeit geschätzt. Robinienholz findet deshalb überwiegend im Außenbereich Verwendung: als Zaunholz, im Garten, für Kinderspielplätze, als Werkzeugstiele, für Brücken, für Carports, als Gartenmöbel u.v.m. Denn das Holz der Robinie - genauer gesagt das Kernholz der Robinie - widersteht ohne Behandlung mit Holzschutzmitteln über mehrere Jahrzehnte hinweg der Witterung, Insekten und auch Pilzen. Das gestiegene Umweltbewusstsein bei der Bevölkerung und die Skepsis gegenüber den Rodungen von Regenwald und anderen Waldzonen auf der nördlichen und der südlichen Halbkugel lässt die Nachfrage nach ökologisch holzverarbeitenden Betrieben und entsprechenden Produkten immer mehr steigen. In diesem Zusammenhang wurden die im Laufe der Zeit in Vergessenheit geratenen Vorzüge der Robinie wieder entdeckt. Denn diese Vorzüge sind offensichtlich: Als eines der in Europa qualitativ hochwertigen, schnell wachsenden (bereits nach 30 Jahren ist der Fällzeitpunkt gekommen) sowie vielfach verwendbaren Hölzer ist die Robinie die sinnvolle Alternative zu Tropenholz. Die Robinie widersteht Schädlingen und starken Witterungsschwankungen, ist hoch abriebfest und langlebig. Im Freien beträgt die Lebensdauer von Robinienholz bei Erdberührung 15 - 30 Jahre, unter Wasser bis zu 500 Jahre. Auch die Verwendung von Robinienholz an sich ist schon ökologisch sehr sinnvoll, weil bei seiner Verarbeitung auf die sogenannte Kesseldruckimprägnierung verzichtet werden kann und auch darüber hinaus keine gesundheitsgefährdenden Holzschutzmittel mehr benötigt werden. Wegen dieser vielen Vorzüge gewinnt Robinienholz zunehmend an Popularität. In den letzten Jahren wurde in Versuchsprojekten z. B. Robinienspundholz bei der Verbauung der Uferwand-Befestigung des Ems-Jade-Kanals verwendet, die bis dahin aus Tropenhölzern bestand, jedoch jährlich ausgetauscht werden musste.
Das Kernholz der Robinie kann nicht imprägniert werden. Eine zusätzliche Behandlung ist auch nicht nötig, denn das Holz hat durch die in den Zellwänden eingelagerten sogenannten Polyphenole eine hervorragende natürliche Dauerhaftigkeit.
Vor dem Hintergrund der intensiven Diskussion um die Verwendung von Tropenhölzern ist die Robinie aus verschiedenen Gründen eine hervorragende Alternative. Das Holz ist äußerst hart und zählt zu den schwersten unter den europäischen Nutzhölzern. Obwohl es sehr fest ist, besitzt das Holz eine hohe Elastizität und bricht daher nicht so leicht. Auch im Hinblick auf die Lebensdauer kann das Robinienholz den Vergleich mit den tropischen Hölzern aufnehmen.
Die natürliche Dauerhaftigkeit liegt noch über der des Eichenholzes. Aufgrund dieser Eigenschaft eignet sich das Holz der Robinie besonders für die Verwendung im Außenbereich und in Verbindung mit Wasser bzw. Erde. Das Holz trotzt den Elementen über viele Jahrzehnte hinweg. In Versuchen hat man Robinienpfähle geprüft, die 40 Jahre lang im Erdboden steckten. Sie waren noch zu 80 Prozent gesund, also nicht vermodert oder zersetzt. Das Robinienholz hat aufgrund seiner Härte und wegen des hohen Gerbstoffgehaltes noch einen weiteren Vorteil:
Es ist ausgesprochen widerstandsfähig gegen schädliche Insekten sowie holzzerstörende Pilze und gehört daher zur Resistenzklasse 1. Damit ist die Robinie eine von nur insgesamt sieben Baumarten in dieser Kategorie.
Besonders positiv wirkt sich die Widerstandsfähigkeit des Holzes im Hausbau aus, denn das Kernholz der Robinie ist auch resistent gegen den gefürchtetsten Gebäudepilz - den Hausschwamm.

Rundhölzer

bestehen ausschließlich aus Kernholz. Beim Kernholz kommt es bei extremer Trockenheit zu sogenannten Luft- bzw. Trockenrissen, die unvermeidbar, aber nach DIN EN 1176 zulässig sind und auf Sicherheit und Statik der Geräte keinen Einfluss haben. Um diese Erscheinung weitgehend zu vermeiden, können wir Ihnen auf Wunsch gegen Aufpreis kerngetrennte Rundhölzer
liefern.